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Stellenmarkt: Steigende Nachfrage nach Gesundheitsmanagern

Die Unternehmen in Deutschland investieren zunehmend in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Die Anzahl der ausgeschriebenen Stellen im Bereich Gesundheitsmanagement ist gegenüber dem letzten Jahr um rund ein Drittel gestiegen.

Seit 2004 steigt der Krankenstand der Angestellten hierzulande stetig: Laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung fehlten Mitarbeiter damals krankheitsbedingt noch durchschnittlich 8,7 Tage im Jahr, während es 2016 bereits 10,8 Tage waren. Andere Studien zeigen, dass vor allem psychische Erkrankungen zunehmen. Offenbar haben Arbeitgeber den Handlungsbedarf erkannt und die Förderung der Gesundheit am Arbeitsplatz rückt zunehmend in den Fokus, wie ein Blick auf den Stellenmarkt zeigt.

Anstieg der Jobangebote um über 30 Prozent

Die Anzahl der Arbeitgeber in Deutschland, die Jobs für betriebsinterne Gesundheitsspezialisten ausschreiben, hat sich von 466 im Juni 2016 auf 631 im Juni dieses Jahres erhöht - ein Zuwachs von rund 35 Prozent. Die Zahl der ausgeschriebenen Stellen für Gesundheitsmanager stieg von 731 im ersten Halbjahr 2016 auf 981 Stellen im ersten Halbjahr 2017; das entspricht einer Steigerung von circa 33 Prozent. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Auswertung des Stellenmarktes im Auftrag WBS Akademie. Für die Untersuchung der offenen Stellen im Gesundheitsmanagement wurden die Daten aus Stellenbörsen im Internet, in Fachzeitschriften, Tageszeitungen und von Unternehmenswebseiten erfasst.

Die Arbeitswelt 4.0 stellt vor neue gesundheitliche Herausforderungen

Dass betriebliches Gesundheitsmanagement immer wichtiger wird, bestätigt auch die Studie > "#whatsnext - Gesund arbeiten in der digitalen Arbeitswelt" vom Mai 2017, die das Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) zusammen mit der Techniker Krankenkasse (TK) und der Haufe Gruppe durchgeführt hat und für die für die über 800 Geschäftsführende, Personaler und Verantwortliche für Betriebliches Gesundheitsmanagement befragt wurden. Danach bringt die digitale Arbeitswelt neue gesundheitliche Beanspruchungen mit sich und erfordert nicht nur mehr Engagement in Sachen Gesundheitsförderung, sondern auch neue Konzepte.

Top-Aufgabe "Gesundes Führen"

Derzeit besteht jedoch noch Nachholbedarf: Laut der Studie sind in jedem elften Unternehmen noch überhaupt keine Maßnahmen zur Gesundheitsförderung implementiert. Jeder dritte Betrieb macht lediglich einzelne Angebote, bei einem weiteren Drittel befindet sich ein ganzheitliches Gesundheitsmanagement immerhin im Aufbau. Die Studie ergab außerdem, dass vor allem das Engagement der Führungsebene ausschlaggebend dafür ist, ob Maßnahmen zur Gesundheit am Arbeitsplatz eingeführt werden. Neun von zehn befragten Managern und Personalverantwortlichen gaben dies an. "Gesundes Führen" ist aus Sicht der Befragten die wichtigste Aufgabe in den kommenden Jahren. Weitere 74 Prozent sagten, dass mehr personelle Ressourcen notwendig seien, um die Gesundheit der Beschäftigten zu fördern. Wie die WBS-Stellenauswertung zeigt, engagieren sich die Unternehmen offenbar verstärkt.

Quelle: Personalwirtschaft.de

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